Eindrücke aus dem Biologisch-Chemischen Praktikum

Auch im Biologisch-chemischen Praktikum mussten wir uns letztes Jahr coronabedingt zeitweise sehr stark einschränken. Ein Teil der Bilder dieser Seite sind deshalb leider nicht mehr hundertprozentig aktuell.

 

(Thomas Römmelt)

"Blau machen"

Dieser geflügelte Ausdruck könnte seinen Ursprung in der Technik des Stofffärbens mit Indigo haben. Und genau dieses sogenannte Küpenverfahren haben Schüler des letztjährigen BCP-Kurses angewandt, um sich individuelle T-Shirts zu gestalten.

Das Ergebnis jedenfalls kann sich sehen lassen! 

Die Lehrkräfte Herr Römmelt und  Frau Mayrhofer-Schönhofer waren in die Zuschauerrolle verbannt, als  Michael Hirmke dem gesamten BCP-Kurs erst einmal seine drei verschiedenen Bindetechniken vorstellte, die so typisch für das Batiken sind und das Design des zukünftigen T-Shirts massgeblich bestimmen sollten.

Anschließend wurden diese selbst abgebundenen Shirts in einer gelblichen Lösung aus Leuko-Indigo (der sog. Küpe) gekocht, die zuvor aus diversen Chemikalien hergestellt worden war. 

Nach dem Entfernen aus der Küpe wurden alle T-Shirts ausgewaschen, um überschüssige Farbe zu entfernen. Anschließend schlägt die Chemie voll zu, denn durch eine Oxidation färbt sich der grünlich-schillernde Stoff an der Luft relativ rasch blau um. Da dieser Vorgang bei größeren Kleidungsstücken bis zu einem Tag in Anspruch nahm, hatten die Färber so lange frei; sie machten eben blau.

Die Schüler des BCP-Kurses und auch wir Lehrer waren von diesem Praktikum jedoch so begeistert, dass an diesem Tag sicher keiner von uns ans "Blaumachen" dachte.

Thomas Römmelt

In BCP gibt es nur praktische Schulaufgaben,

... so wie im 1.Halbjahr die auch als "Ionen-Lotto" bekannte qualitative Analyse von 3 unbekannten Salzen mithilfe der Flammenfärbung oder nasschemischer Verfahren.

Typische Themen einer Unterrichtseinheit sind ...

... das Herstellen einer Maßlösung,
... das Chromatographieren von Lebensmittelfarbstoffen,
... die Bestimmung des Alkoholgehaltes bekannter Getränke ...
... durch eine Destillation,
... eine Redoxtitration, um den Gehalt an Oxalsäure mithilfe violetter Kaliumpermanganatlösung zu bestimmen,
... aber auch mal ein "Show-Versuch" wie der Wachs-Flammenwerfer ...
oder die Herstellung von Eisen ...
... nach dem Thermit-Verfahren.

Im biologischen Teil des Praktikums wird dann zum Beispiel mikroskopiert oder probiert

Der kulinarische Höhepunkt des Schuljahres könnte die Herstellung von Speiseeis nach einem von Kurs zu Kurs weiter vererbten Rezept sein. In einer der Vorstunden wurde nach der günstigsten Kältemischung gesucht und an einem heißen Julitag war es dann soweit:

Hier sieht man die Teilnehmer mit allen Zutaten.
Eine Zutat sei schon mal verraten: viiiiel Zucker!
Daneben braucht es auch reichlich Eiswürfel und Salz.
Die Auswahl der Früchte hängt von der Jahreszeit ab. Damals gab es Erdbeer-Eis.
Zuerst muss die Kältemischung angesetzt werden.
Nach dem Pürieren der Zutaten ...
... bei Temperaturen von rund -20°C ...
... und vollem Körpereinsatz dauert es fast eine Stunde ...
... bis die Schüleraugen leuchten!
Und in nicht einmal fünf Minuten ...
... ist der ganze Spaß vorbei!