Stahl aus der Hammerau

Weit mehr als 600 Tonnen hochwertigster Stahlprodukte werden jeden Tag ganz in der Nähe unseres Gymnasiums hergestellt. Und dennoch kennen die wenigsten Schüler die Arbeit im Walzwerk Annahütte genauer.

Am  24.Juli konnten die Klassen 8p1 und 8p2 gemeinsam mit zwei Lehrkräften den Weg  von den angelieferten Stahlknüppeln (6 Meter langen Stahlquadern, die aus den Lechstahlwerken in Augsburg angeliefert werden) bis hin zu den fertigen Stäben, Gewindestäben und Zubehörteilen miterleben. 

Der Höhepunkt dieser Exkursion war sicherlich die Besichtigung Walzstraße: aus sicherer Entfernung verfolgten die Schüler dabei den Weg des glühenden Stahls, der gleich nach dem Verlassen des Ofens durch das Passieren verschiedenster Walzen dünner und länger gepresst wird, um letztendlich auf die gewünschte Länge abgeschnitten zu werden. Aber auch die Nachbearbeitung, das Ausrichten und Oberflächenvergüten und die Qualitätsprüfung der Zwischenprodukte waren wirklich sehenswert. Alles in allem war es ein erlebnisreicher Vormittag, der allen Teilnehmern sicher noch länger im Gedächtnis bleiben wird.

(Thomas Römmelt)

Exkursionen im Fach Chemie

Auch in diesem Jahr werden wieder Exkursionen zu den Chemiestandorten Hart an der Alz und Trostberg der Firma AlzChem stattfinden. Dort kann Chemie im Groß-Maßstab einmal hautnah erlebt werden. Zusätzlich können aufmerksame Schüler aber auch viele interessante Details zu Ausbildungen, Arbeitsbedingungen und Kollegialität von einer solchen Betriebserkundung mitnehmen.

Wir möchten uns auch an dieser Stelle für die stets freundliche Aufnahme unserer Schüler herzlich bedanken!

Diese getönten Brillen schützen vor dem grellen Licht beim Abstich und vor gutem Aussehen
Herr Holze kennt den Betrieb wie seine Westentasche
Hier findet gerade ein Abstich des flüssigen Carbids statt

Richtig heiß ...

Am Standort Hart/Alz werden in gewaltigen Elektroöfen bei weit über 1500°C vor allem die Produkte Calciumcarbid und Ferrosilicium hergestellt. Ganz nah können alle Schüler unserer 9.Klassen dabei sein, wenn dort mit viel "menpower" gleißend helle Flüssigkeiten aus den Öfen geholt werden. Tagelang kühlen diese Stoffe dann in sogenannten Kokillen aus, bevor sie mit atemberaubenden Getöse in Backenbrechern grob vermahlen werden.

 

Das flüssige Calciumcarbid ist rund 2000°C heiß
In diesen "Flaschen" genannten Behältern wird das gemahlene Carbid von Hart/Alz nach Trostberg transportiert

... und voll cool!

Dieses Calciumcarbid dient dann in der Folge im Werk Trostberg unter anderem als Ausgangsstoff für die Herstellung des vielgelobten Kalkstickstoff-Düngers. Bei einer Führung durch den Standort Trostberg hatten Schüler unserer 8.Klassen dann auch die einmalige Gelegenheit Versuche mit verflüssigtem Stickstoff-Gas zu erleben. Flüssiger Stickstoff besitzt eine Temperatur von etwa -195°C und zeigt deshalb eine Reihe ungewöhnlicher Eigenschaften.  Einen starken Kontrast zu diesen "coolen" Versuchen bieten dann die Drehrohröfen, in denen der gasförmige Stickstoff bei rund 900°C an das fein gemahlene Calciumcarbid aus Hart an der Alz zum Kalkstickstoff gebunden wird.

 

(Thomas Römmelt)