Buckley Park College

Damit Sie sich ein genaues Bild machen können, hier der Link direkt zum College:

www.buckleyparkco.vic.edu.au

Besuch von der Partnerschule

Wie schon in den Vorjahren, so konnten wir auch heuer wieder eine Schülergruppe des Buckley Park College begrüßen und eine Woche mit den Gastschülern und ihren Begleitlehrkräften verbringen. Die Gäste bereicherten auf vielfältige Weise den Unterricht und nahmen auch die Gelegenheit zu allerlei Unternehmungen wahr. Ein gemeinsamer Feier-Abend beschloss den Aufenthalt am RGL.

Lesen Sie hier, was Herr Albrecht von der örtlichen Presse dazu schreibt:

 

Ein Besuch aus „Down Under“

Laufen. (al) Seit mehreren Jahren kommen kurz vor Weihnachten Besucher von sehr weit weg zum Rottmayr Gymnasium in Laufen. Sie sind aus einer Partnerschule, dem „Buckley Park College“ in der Nähe von Melbourne im Bundesstaat Victoria in Australien, also dem „Land Down Under“. Dieser Titel ist von der Lage Australiens auf der südlichen, unteren, Halbkugel abgeleitet. Begleitet von den Lehrerinnen, Susan Mitchell, Josephine Lloyd und Lehrer Thomas Langan, waren es etwa 20 14 und 15-jährige Australierinnen und Australier, die auf einer dreiwöchigen Reise einen Eindruck von Deutschland bekamen. Vier Tage davon widmeten sie dem Rottmayr Gymnasium und der Umgebung von Laufen.

Nach deren Besuchen in Salzburg und weiteren Sehenswürdigkeiten gestaltete das Rottmayr Gymnasium einen Abschiedsabend für die Australier. Dabei wurde ihnen, neben Eindrücken bayerischen Brauchtums auch ein reichhaltiges Buffet mit hiesigen Köstlichkeiten präsentiert. Begrüßt wurden sie in der Schule mit einem Stück auf der „Ziach“, Englischlehrerin Andrea Loftus, sowie Lehrerinnen, Lehrern und vielen Schülern des Rottmayr Gymnasiums. Einer der Rottmayr Schüler, der im vergangenen Jahr dem Buckley Park College einen Besuch abgestattet hatte, vermittelte danach, untermalt mit Bildern seine Eindrücke von der dortigen Schule und dem Land. Als gut, sagte er, habe er die freie Wahl unter den sechs Unterrichtsfächern empfunden. Natürlich durften auf den Bildern auch Kängurus nicht fehlen, denen er auf einem Campingtrip begegnet war.

Eine humorige Geschichte erzählte Andrea Loftus über ein Geschenk das die Australier schon vorab an das Rottmayr Gymnasium geschickt hatten. Es war eine Pappröhre, die die Aufmerksamkeit der deutschen Zollbehörden erregt hatte. Die Anfrage beim Gymnasium, was in der Röhre sein könnte, konnte nicht beantwortet werden. So dauerte es eine Weile, bis der Zoll befriedigt war, dass sich nicht etwa „Pasta“, sondern ein „Poster“ darin befand und die Rolle das Gymnasium erreichte. Der Inhalt entpuppte sich als große Landkarte Australiens, die beim gemeinsamen Abend gezeigt wurde und sicher einen Ehrenplatz im Gymnasium erhalten wird.

Auch die Australier stellten mit Bildern und Berichten ihr College vor. Sie hatten auch einen Fragebogen parat, auf dem, von jeweils drei Möglichkeiten zu wählen, Fragen über den fünften Kontinent zu beantworten waren. Es waren Fragen, wie, was ist der Name des berühmten großen Steins in der Mitte Australiens. Dabei wären aber alle drei, wenigstens teilweise, richtig gewesen, denn der Felsen wurde früher als „Ayers Rock“, oder „The Great Rock“ bezeichnet, geht aber jetzt offiziell unter seinem Namen in der Eingeborenen Sprache, „Uluru“. Auch die, besonders unter älteren Australiern, gebräuchliche Grußformel; „G´day Mate“, wäre sicher nicht vielen Deutschen ein Begriff.

Etwas mulmig dürfte den Australiern geworden sein, als ein Nikolaus, begleitet von einem furchterregend bekleideten und maskierten „Krampus“, in den Saal kam. Rutenschwingend und mit seinen Kuhglocken bimmelnd machte der sich auf den Weg zwischen die Tische. Auch als der Nikolaus, mit dem neben ihm stehenden Krampus Süßigkeiten ausgab, näherten sich ihm die Besucher nur sehr zögerlich.

Der offizielle Teil des Besuches wurde danach wieder mit einem Ziachstück beendet, bevor sich Alle am reichhaltigen Buffet bedienten und so, „Cheerio, See Ya Next Year“ sagten.

 Es ist wirklich beeindruckend, wie erfreulich rege die Kontakte zwischen dem Buckley Park College und dem Rottmayr-Gymnasium inzwischen sind!

R. Deiminger-Goldschalt

Hörl-Reisestipendiat 2019

Heuer kam Felix Karg in den Genuss eines Reisestipendiums. Er genoss seinen mehrwöchigen Aufenthalt am Buckley Park College in Melbourne sehr und empfiehlt diese Art der Horizonterweiterung seinen Mitschülern*innen wärmstens weiter.

Hier, was er von seinem Aufenthalt zu berichten hat:

 Was habe ich in Australien erlebt?

Ø    Am Freitag, dem 2.August, wurde ich sehr herzlich am Flughafen abgeholt.

Leider musste ich danach noch bis 3 Uhr in die Schule gehen.

Ø   Am Samstag habe ich meinen Jetlag ein bisschen ausgeschlafen. Danach sind wir am Maribyrnong River spazieren gegangen.

Ø   Am Sonntag sind wir in den Melbourne Zoo gefahren. Das war sehr toll, weil wir viele Tiere gesehen haben. Leider haben sich die Koalas in den Baeumen versteckt und die Kaengurus waren sehr weit weg. Trotzdem war es ein sehr toller Tag.

Ø   Am Mittwoch, dem 7. August,  habe ich sehr viel erlebt. Nach der Schule bin ich mit meinem Austauschpartner zum Tennisspielen gegangen. Am Anfang hab ich nicht genau gewusst, was ich machen sollte, aber letztendlich war es sehr lustig. Nach dem Essen waren wir im Schulmusical des Buckley Park College. Sie haben “Alice im Wunderland” aufgefuehrt mit Tanz und Gesang. Das war absolut Spitze.

Ø   Am Donnerstag konnte ich mir meinen eigenen Stundenplan aussuchen. Statt Politik, Wirtschaft und Recht habe ich Musik, Biologie und Informatik (Computing) ausgesucht. Deutsch, Mathe und Englisch habe ich beibehalten.

Ø    Am Sonntag sind wir zum ‘Besten Milchshake Laden der Stadt’ gefahren und der Milchshake war absolut super. Den kann ich ruhig weiterempfehlen J

Ø   Am Donnerstag, dem 15. August, sind wir für eine Deutschexkursion nach Melbourne City gefahren. Dort haben wir das Melbourne Aquarium “Sea Land” besucht. Das war super. Vor allem, weil ich zum ersten Mal die Innenstadt gesehen habe, die großen Hochhaeuser usw. Das war einer meiner Lieblingstage.

Ø   Am Freitag bin ich zu dem Vater meines Austauschpartners umgezogen, weil seine Eltern getrennt leben. Er hat eine Wohnung im obersten Stockwerk eines Hochhauses, von dem man einen atemberaubenden Blich ueber die Stadt hat.

Ø   Am Samstag sind wir zu seiner Farm weiter im Osten gefahren, wo wir das Wochenende verbracht haben. An dem Tag haben wir die Kueste nach Sehenswuerdigkeiten abgeklappert. Wir haben viele Straende gesehen, die beruehmten 12 Apostel, und vieles mehr. Zum Glueck war es warm und es war schönes Wetter. Das war auch einer meiner Lieblingstage.

Ø   Am Mittwoch, dem 21. August, habe ich den “Winternightmarket” gesehen. Das war absolut super. Es gab viele Staende mit Essen. Das hat mir sehr gut gefallen.

Ø   Der Freitag war auch sehr aufregend. Nach der Schule sind wir zu einem echten Australian Football Match gegangen. Das war super spannend und am Ende hat “mein” Team gewonnen. Danach gab es noch eine kleine Stadtrundtour ueber das Parlament und das “Weiße Nacht Festival” auf dem Weg nach Hause.

Ø   Am letzten Samstag haben wir das Eureka Skydeck  besucht. Das hat 88 Stockwerke und eine atemberaubende Sicht ueber Melbourne. Danach sind wir auf den Federation Square gegangen, wo es ein Aboriginal Spektakel gab. Am Ende unserer Tour sind wir noch auf den Victorian Market gegangen.

Ø   Am Mittwoch, dem 28. August, hieß es dann Abschied nehmen.

Ø     Danke fuer die tollen Erlebnisse!!!

 

Wie war die Schule?

·       Das Buckley Park College hat eine groessere Flaeche als das Rottmayr Gymnasium. Dafuer gibt es nur ein Erdgeschoss.

·       Ich wurde in meiner Klassse super nett aufgenommen und integriert. Alle waren wirklich sehr nett.

·       Leider geht die Schule von 8:50 Uhr bis 15:05 Uhr, was bei einem Nachhauseweg von einer Stunde nicht mehr viel Platz am Nachmittag laesst.

·       Was wirklich super geloest ist, ist, dass fast alles elektronisch laeuft. Jeder Schueler hat einen eigen Laptop, mit dem man Sachen im Internet recherchieren kann oder mit Google Classroom zusammen Texte verfassen und auf die Praesentationen der Lehrer zugreifen kann, wenn man noch etwas abschreiben muss. Trotzdem gibt es noch Hefte. Alles funktioniert super und die Schueler machen auch super mit. Laptops in Klassen ist eine Sache, von der wir nur Aufsaetze schreiben koennen ;)

·       Außerdem gibt es in einem Jahr nur 6 statt 13 Faecher und die kann man sich bis auf Mathe und Englisch selber aussuchen.

·       Fuer Hausaufgabenvergessen gibt es dort keine Strafen, sonder nur Ermahnungen. (Wollt ich nur mal anmerken)

Was ist unterschiedlich zu Deutschland?

o   Autofahrer, die “den Verkehr aufhalten”, sprich etwas langsamer fahren als erlaubt , fahren bei durchgezogener Linie (Ueberholverbot) zur Seite und lassen die anderen Autos vorbei. In Deutschland macht das leider niemand (Manchmal nicht einmal Traktorfahrer)

o   In Australien ist es ueblich, dass man Leute fragt, wie es ihnen geht. Zum Beispiel Lehrer oder Verkaeufer… In Deutschland sagt man meistens nur Hallo.

o   Australien ist weiter in der Digitalisierung voranngeschritten. Zum Beispiel bei den Laptops im Unterricht oder beim Zugfahren. Statt Fahrkarten gibt es eine Karte; die kann man aufladen und dann so lange fahren, wie das Geld reicht. Das funktioniert wahrscheinlich sehr gut in den großen Staedten wie Melbourne, sodass man leicht regelmäßig in die Innenstadt oder raus fahren kann.

Wie war das Essen?

Das Essen ist eigentlich wie in Deutschland mit dem Unterschied, dass man zum Mittagessen meistens nur ein Brot isst und dann warm zu Abend. Ich habe auch typisch australische Speisen probiert. Veggemite hat mir nicht so gut geschmeckt. Wie eine Freundin gesagt hat: Wenn du Schuhcreme mit Salz probieren willst, dann iss Veggemite.

Ich habe auch Meat Pie probiert, was, wie der Name schon sagt, Teig mit Fleisch drinnen ist. Das hat mir aber sehr gut geschmeckt.

Was mir auch an der australischen Kueche gefallen hat, ist, dass viele Sachen in Wraps gerollt werden. Das war sehr gut, vor allem weil ich mexikanisches Essen sehr gerne mag.

 

Vorteile und Nachteile eines Auslandsaufenthalts in Melbourne

Vorteile:

v  Man lernt viele neue interessante Sachen, wie

Ø    Wie ist es in einer großen Stadt zu leben?

Ø    Wie sieht die Landschaft aus? (Baeume, Strassen)

Ø    Was ist unterschiedlich?

v  Man lernt die australische Schule kennen, die schon etwas andes ist als unsere.

v  Man lernt neue Leute und ihre Verhaltensweisen  kennen.

v  In Bezug auf die Verbesserung der Englischkenntnisse habe ich vor allem neue Woerter und Redewendungen gelernt, aber man darf nicht glauben, dass man nach 4 Wochen perfekt English spricht.

Nachteile:

v  Fuer manche ist das vielleicht kein Nachteil, aber man hat einen sehr langen Flug, ca. 19 Stunden. Manche moegen ja fliegen.

v  Außerdem bekommt man Heimweh! Ich persoenlich habe schon nach ein paar Tagen Heimweh bekommen. Aber im Laufe der Zeit vergeht die Zeit immer schneller.

 

Tipps für den nächsten “Australier”

*       Ich wuerde empfehlen ein Reisetagebuch mitzunehmen. Man erlebt sehr viel und man vergisst sehr schnell, was man alles gemacht hat. Mein Resietagebuch hat mir geholfen, den Bericht zu schreiben.

*       Achte auf die Koffergröße! Du wirst sicherlich mehr Geschenke fuer deine Familie mit nach Hause nehmen als nach Australien. Also empfiehlt sich ausreichend Platz.

*       Wenn du Heimweh bekommst, denk am besten nicht an deine Familie, sondern an schoene Sachen, die du schon erlebt hast oder noch erleben willst.

*       Trau dich etwas zu sagen. Es ist vollkommen egal, ob die Saetze richtig sind, denn nur durchs Sprechen wird es besser. Ich habe meine Gastfamilie gebeten, dass sie mich verbessern, wenn ich etwas Falsches sage. Das hilft!

*       Wenn du dir Faecher aussuchen kannst, ist es wichtig, dass du dir Faecher aussuchst, die dir Spass machen und nicht die, die dein Freund genommen hat! Die Schultage vergehen wirklich viel schneller.

Fun Facts

·       Jeder kennt, dass das Gelaender von Rolltreppen in Deutschland immer schneller ist als die Rolltreppe. In Australien ist das Gelaender langsamer als die RolltreppeJ

·       Nach einer bestimmten Zeit habe ich angefangen in Englisch zu denken.

·       Ist zwar nicht so funny, aber in Australien ist es im Winter nicht so warm wie man denkt. Es kann schon mal nur 5 Grad haben. Ich hatte also nie kurze Hosen und T-Shirts an.

·       Die Australier überkreuzen die Arme anders herum.

·       Meistens muessen sich die Schueler nicht im Unterricht melden.

·       Kaengurus koennen rueckwaerts huepfen.

Felix Karg, Q 11