Informatik und IT – Bildung am RGL: Kritisch und innovativ

PC Raum B008

Allgemeines:

Informatik und Kommunikation! Besonders am Beispiel der Kommunikation wird der Wandel zur digitalen Gesellschaft deutlich. Wir befinden uns an einem historischen Wendepunkt: Unterschiedliche Medien wie Telefon, Fernsehen, Radio, CDs, Bücher und Zeitungen werden zunehmend digital bereitgestellt und immer häufiger auch digital genutzt. Es zeichnet sich ab, dass diese Digitalisierung zur Verschmelzung der Mediengattungen führt und die klassische Trennung von Medien sukzessive aufgehoben wird. Zur gleichen Zeit schaffen neue Kommunikationsnetzwerke die Möglichkeit, digitale Informationen über Breitbandtechnologien zu versenden und zu empfangen. Die Netzwerke mit einem  entsprechenden Durchsatzvermögen sind nicht mehr ausschließlich an Kabel gebunden, sondern auch per Funk zugänglich. Dank dieser drahtlosen Anbindung von Mobilgeräten aller Art ans Internet kann von (nahezu) überall auf digitale Informationen zugegriffen werden. Die Übertragungskapazität der neuen Datennetze ist so hoch, dass sie nicht nur für Sprache, sondern auch für Musik und Fernsehen / Film geeignet sind. Mit dem Zusammenwachsen von Computertechnik, Unterhaltungselektronik und Telekommunikation rückt die Informatik an eine zentrale Position innerhalb der Gesellschaft: Sie sorgt dafür, dass es eine vollständige Integration bisher unterschiedlicher Systeme geben kann. Wie wichtig dies für Deutschland ist, hat die OECD ausgerechnet. Sie bezifferte den Anteil von Breitwand-Infrastruktur und dazugehörigen Anwendungen und Inhalten in den nächsten fünf Jahren auf etwa ein Drittel des deutschen Produktivitätszuwachses. Die Informatik steht also für wichtige Herausforderungen in den kommenden Jahren. Eine der wichtigsten Herausforderungen wird darin bestehen, die immer stärker wachsende Zahl miteinander vernetzter und eingebetteter Systeme nicht nur zu Innovationen in Wissenschaft und Gesellschaft zu nutzen, sondern für die Menschen sicher, zuverlässig und beherrschbar zu gestalten. Damit muss auch ein weiteres wichtiges Ziel verfolgt werden: die Überwindung der „digitalen Spaltung“. Große Teile der Welt, aber auch vielen Menschen in unserer Gesellschaft, werden aus unterschiedlichen Gründen (Bildung, Kosten etc.) die Chancen der Informationsgesellschaft vorenthalten.

Aus den genannten Punkten leiten sich zwei Hauptziele für die Erziehung und Wissensvermittlung an unserer Schule ab: Zum einen ist dies eine umfassende (kritische) Medienerziehung, die mit einschließt, dass bestimmte Werte von den Schülerinnen und Schülern anerkannt und als persönliche Ziele gesetzt werden, zum anderen ist dies aber natürlich auch die Vermittlung von Fertigkeiten zu einem sicheren und mühelosen Umgang mit Inforamtionstechniken, –darstellungen und mit der Datenverarbeitung.

Medienerziehung:

Konzepte am RGL! Nahezu wöchentlich ist zu lesen und zu hören, dass die Neuen Medien / Computer und Netztechnologien / Multimedia / oder wie immer das sich ständig vergrößernde Medienensemble bezeichnet wird, völlig neue Lernkonzepte erfordert. Eine Computer-Medienpädagogik oder Internet-Pädagogik u.ä.m. wird gefordert. Diesen Forderungen liegt nicht selten ein technikzentriertes Verständnis zugrunde. Die Entwicklung der Medien wird als gegeben, modern und innovativ akzeptiert, der Mensch muss sich dieser Entwicklung anpassen. Aufgabe von Bildung und Erziehung ist es aus diesem Verständnis heraus dann, die Akzeptanz der neuen Techniken zu fördern und ihr Handhabung zu vermitteln. Eine Pädagogik, die sich am Menschen orientiert, muss jedoch andere Prämissen setzen, was jedoch nicht heißt, dass man nicht aufgeschlossen an neue Medien herangeht und sie für sich nutzt. Medienpädagogik am Rottmayr-Gymnasium muss die Aufgabe haben, die heranwachsenden in ihrem Entwicklungsprozess zu fördern, dass sie selbstbestimmt, d.h. frei von Zwängen und mündig ihr Leben und ihre Lebenswelt zusammen mit anderen gestalten können.

Es geht also konkret z.B. um die Vermittlung einer „kommunikativen Kompetenz“. Unsere Schülerinnen und Schüler sollen die Fähigkeiten erwerben, die wesentlich mehr umfassen als den kompetenten Umgang mit der Technik. Medienkompetenz umfasst folgende Bereiche:

Medienentwicklungen erfassen, kritisch reflektieren und bewerten können,

selbstbestimmt, kritisch-reflexiv und genussvoll mit Medienangeboten und –inhalten umgehen können,

Medien aktiv als Kommunikationsmittel nutzen können.

Um das erforderliche, komplexe Lernen zu ermöglichen, stellen wir den Heranwachsenden altersgemäße Handlungs- und Erfahrungsräume zur Verfügung: Das sind zum einen Räume im wörtlichen Sinn, also Computerräume und entsprechend modern ausgestattete Fachräume (siehe weiter unten: „Computerraum“ und „Medien“) und zum anderen Räume im übertragenen Sinn in Form von fachlicher und pädagogischer Begleitung durch uns Lehrkräfte und durch Unterstützung aus dem Elternhaus (siehe weiter unten: „Neuer Internetauftritt“ und „Computereinsatz im Unterricht“). Die kompetente und aktive Nutzung der Computermedien und Netztechnologien setzt kommunikative Fähigkeiten ebenso voraus, wie die Fähigkeit, Texte, Töne, Bilder, Symbole usw. zu dechiffrieren und zu verwenden, sowie Informationen auf ihre Urheber und deren Interessen zurückzuführen. Damit unsere Schülerinnen und Schüler diese erwerben braucht es weit mehr als ein paar Unterrichtsstunden und / oder ein Projekt zu diesem Thema. Es muss unser (Eltern und Lehrer) aller Ziel sein, dies wo immer und wann immer möglich in den Unterricht und die Erziehung einzubinden.